12. Mai 2020

Die ersten Serien-Platinen des VCSP - Voltage Controlled (Analog) Signal Path Moduls sind eingetroffen und werden zur Zeit abschließend getestet. Auf Basis von zwei AS3340-VCOs, einem AS3372E-Signalprozessor und etlichen Support-Schaltkreisen wurde ein vollständig spannungsgesteuertes Basismodul zum Selbstbau analoger oder hybrider Synthesizer entworfen. Alle Steuerspannungen liegen im Bereich von 0 bis +5V. Mit einer Skalierung von 0,5V/Oktave haben die Oszillatoren einen Frequenzumfang von 10 Oktaven. Optional können auf dem Board zwei Jumper entfernt werden, um eine 1V/Oktave-Charakteristik zu erhalten.

Ziel des Designs war es, den Synthesizerbauer von der klassischen Basistechnologie (Zwei VCO zum Mixer zum VCF zum VCA) zu entlasten, ein zuverlässiges Voice-Modul und sehr kurze Signalwege zu bekommen, die niemals das Board verlassen - außer über den Audioausgang. Damit ist mehr Raum zur Realisierung eigener Ideen gegeben, die am Ende in entsprechende Steuerspannungen münden.

Durch die Designvorgabe, alle Parameter mit Spannungen von 0 bis +5V steuern zu können, eignet sich das VCSP-Modul auch für die Microcontroller-Gemeinde unter den Liebhabern analogen Synthesizer-Klangs. Zusammen mit einem geeigneten Controller steht einem Hybridsynthesizer somit nichts mehr im Wege. Ein Filtereingang und der Eingang des VCA sind mit speziellen Filtern ausgestattet, um digital erzeugte Hüllkurven oder andere stufenförmige Steuersignale zu bearbeiten.

Die damals patentierte Filtertechnologie des 3372 basiert nicht auf den damals allgegenwärtigen OTAs oder 'Variable Gain Cells' und hat einen eigenen Charakter, der von vielen "wärmer" als der klassische Curtis-Sound empfunden wird. Außerdem behält das VCF auch bei Erhöhen der Resonanz einen weitgehend konstanten Pegel.

Die kritschen Versorgungsspannungen für die VCOs sind über lokale Spannungsregler vor Störungen auf der +/-12V-Versorgung geschützt.

Die bipolaren Analogschalter auf dem Modul arbeiten sowohl mit 3,3V- als auch mit 5V-Logikpegeln.

Die Eingangssummierer der beiden VCO und des VCF können mit geeigneten Widerständen auf dem Board um weitere Steuereingänge erweitert werden um externe Modulationsquellen (LFO, ADSR, S&H, ...) anzuschließen.

Fogende spannungsgesteuerte Funktionen sind verfügbar:

  • VCO-A Tune
  • VCO-A Pulse Width
  • VCO-A Volume
  • VCO-A Triangle On/Off
  • VCO-A Saw On/Off
  • VCO-A Square On/Off
  • VCO-A Hard Sync
  • VCO-B Tune
  • VCO-B Pulse Width
  • VCO-B Volume
  • VCO-B Triangle On/Off
  • VCO-B Saw On/Off
  • VCO-B Square On/Off
  • VCF CutOff
  • VCF Resonance
  • VCA Envelope

Das VCSP-Modul wird vorabgeglichen geliefert.

Die Verfügbarkeit bleibt wie geplant im Q2/2020, vermutlich ist sind Tests und Dokumentation bis Ende Mai / Anfang Juni abgeschlossen.

Das VCSP-Modul wird mit +/-12V gespeist. Alle Steuereingänge und der Audioausgang sind auf Stecksockel geführt. Optional wird ein konfektionierter Kabelsatz (3 x Steuereingänge, Audio- und Power-Stecker) erhältlich sein.

Die Eingangssummierer der beiden VCO und des VCF haben ausreichend freie Plätze zum Einsetzen geeigneter Widerstände. Mit einer Drahtbrücke kann auch der Summierpunkt nach außen geführt werden.

5. Mai 2020

Die +/-12V-Version des microSynth.

Ob die Stecksockel (Power und Audio Out) bereits ab Werk fest einglötet werden, ist zurzeit noch offen.

Die Steuerung erfolgt nur noch über SPI.

Das erste Modell des MicroSynth befindet sich imTeststadium. Dieser Nachfolger der micoVoice hat zusätzliche "Eigenintelligenz" bekommen und kann die vollständige Echtzeitverarbeitung übernehmen. Der Hintergrund der Entwicklung war die Erfahrung einiger Anwender, dass ihre Systeme zwar teilweise extrem schnell, aber eben doch nicht echtzeitfähig waren. Die ganzen Befehle wie Sleep() oder sogar Timerfunktionen sind nichts weiter als unverbindliche Wünsche an das Betriebssystem, was diese erfüllt - oder auch nicht.

Der microSynth übernimmt nun die gesante Echtzeitverarbeitung (Multiplexing, veränderliche Steuersignale, usw.) und bietet in diesem Zuge zusätzlich auch zwei Envelope Generatoren, zwei LFO, eine Glide-Funktion und flexible Routing-Möglichkeiten. Ein Pass-Thru-Mode erlaubt die direkte Programmierung der Steuerspannungen am AS3394E.

Der microSynth wird von Anfang an als Version mit +5V- oder mit +/-12V-Versorgung erhältlich sein.

22. April 2020

Im Folder Support sind ab sofort auch deutschsprachige Applikationshinweise zu einigen Chips verfügbar. Den Anfang machen der 3340 und der 3360. Als nächstes folgen werden 3310, 3372 und 3394.

Ebenso werden sukzessive die Originaldatenblätter von Curtis Electromusic verlinkt werden.

15. April 2020

Ab sofort sind im Online-Shop weitere Chips erhältlich:

  • AS3350, Dual State Variable 12bB/Oct VCF, DIP-16-Gehäuse
  • AS395H, PNP Dual-Transistor, MAT03-Pin-kompatibel, TO5-8-Gehäuse
  • CA3046, NOS NPN-Transistor Array, 1 Differential-Paar, 3 Einzeltransistoren, nicht für Neuentwicklungen
  • SMD/DIP-Adapterplatine (Anschluss Lötaugen im 2x12 2,54mm-Raster) mit einem bestückten AS3372 in SMD-Bauform

Weiterhin befindet sich der Prototyp des MicroSynth im Test, ein Hybridmodul mit vollständig analogem Signalpfad, Software LFO, ADSR und Glide und einer universellen SPI-Schnittstelle zu Microcontrollern oder Minicomputern. Die Kommunikation erfolgt über einfache Befehle (CMD/Data). Die Verfügbarkeit ist für Q2/2020 geplant, jedoch ist die Liefersituation für Bauteile teilweise kritsch (teilweise 14 Wochen Vorlaufzeit für Standard-Bauteile).

Das Voltage Controlled (Analog) Signal Path Modul (VCSP) befindet sich ebenfalls im Beta-Stadium. Es hat jetzt durchgehend einheitliche Steuerspannungseingänge (0 bis +5V), ein neues Filter, eine geringere Bauform (SMD) sowie einge weitere Features. Die Verfügbarkeit ist für Q2/2020 geplant, jedoch herrscht eine kritische Situation bei den Lieferketten für die Bauteile, Platinen usw.

14. Oktober 2019

microVoice Modul im Shop erhältlich

Nachdem die Serienversion des Moduls erfolgreich getestet ist, ist die erste Version der microVoice mit symmetrischer Stromversorgung (+/-9V bis maximal +/-12V) ab sofort im Shop erhältlich.

Gegenüber dem Prototyp ist das Board kompakter, hat neben der Stiftleise noch zusätzlich Lötpins zur direkten Verkabelung und anstelle des +/-5V DAC, nun einen DA-Wandler mit +/-4,096V und einer Auflösung von 0,125mV/Bit.

Eine weitere Serienversion der microVoice mit einer unipolaren Speisung (+5V) befindet sich noch im Test und wird vermutlich im Laufe der KW43 erhältlich sein.

2. Oktober 2019

Seit einer Woche läuft das Vorserienmodell der "microVoice"-im Dauertest an einem Raspberry Pi 2B.

Das Modul ist eine voll analoge Synthesizerstimme mit VCO, Sub-Oszillator, VCF, VCA, drei Wellenformen und einer Option zur Speisung mit +5V anstelle von +/-12V. Die Steuerung erfolgt über eine SPI-Schnittstelle für den 16-Bit-DAC und vier digitalen Signalen (3,3V oder 5V Logik) für den Multiplexer. Somit kann das Modul flexibel mit den unterschiedlichsten Systemen, wie Arduino, Teensy, Rasperry Pi usw. betrieben werden.

Der Zugriff ist auf alle 8 Steuer-Parameter (VCO, VCF-CutOff, VCF-Resonance, VCA, Balance, PW, Waveform und Modulation) des AS3394 möglich, für Autotune-Algorithmen steht ein rechteckförmiges Ausgangssignal (0+0,4V/+2V) auf der Stiftleiste zur Verfügung.

Die ersten Serien-Module sind in Stückzahlen für Ende Oktober geplant.

9. September 2019

Ab sofort sind weitere Synthesizer-Chips im Online-Shop verfügbar:

  • AS3372: Ein auf dem CEM3372 aufbauender, erweiterter Signalprozessor (SOIC-24)
  • AS3394ED: Eine auf dem CEM3394 aufbauende, erweiterte Synthesizerstimme (SOIC-24)
  • AS3394E: Eine auf dem CEM3394 aufbauenede, erweiterte Synthesizerstimme (DIP-24)
  • AS2164: Pin-kompatibel zum SSM2164 (DIP-16)
  • AS3280: Pin-kompatibel zum CA3280 (DIP-16)

Aber Vorsicht, der AS3372E und AS3394E sind kein 1-zu-1 Ersatz für den CEM3372 und CEM3394! Beide haben mehr Funktionen und ein anderes Gehäuse und passen in keinem Fall in die Fassungen älterer Analogsynthesizer.


25. Juni 2019

Neben dem "Enhanced VCO" ist auch auch das nächste Modul, "Dual Envelope", sereienreif. Es wird in Stückzahlen ab Mitte Juli verfügbar sein. Der Signalprozessor (VCF, Final VCA, 4 VCAs für Input Mixing und/oder Panning) hat sein Breadboard-Stadium verlassen, ist als Prototyp aufgebaut und durchläuft zur Zeit seine Testphase in Verbindung mit den anderen Modulen.

Im weiteren sind ein oder zwei Voicemodule geplant, gefolgt von mehrfach polyphonen Modulen und einem analogen Synthesizerboard mit einer Schnittstelle zu Raspberry Pi, Ardunio und Co.

Zur weiteren Planung ist jeder Input mehr als willkommen: mlipp@advanced-analog-systems.com

Und noch einmal: Nein, wir planen keine vollständige Eurorack-Palette mit Gehäusen und zig verschiedenen Modulen. Dafür gibt es Firmen wie zum Beispiel Doepfer Musikelektronik. Unsere Module basieren rein auf den Entwicklungen von Doug Curtis und den Reinkarnationen seiner Chips und sind als entsprechende Ergänzungen gedacht.

Da die Resonanz bisher gering war, wird es vorerst keine DIY-Kits (Platine und Spezial-Chips) der Module geben.


6. Mai 2019

Dem VCO-Modul werden zeitnah noch ein Signalprozessor (Input-Mixer, VCF, VCA, PAN), ein Dual-Envelope-Generator und ein Voice-Modul (VCO, Subosz., VCF, VCA, Mixer) folgen. Die beiden erstgenannten Module befinden sich bereits im Test.

Von den Modulen wird es für eingeschworene Maker ein Bare-DIY-Kit geben, bestehend aus der Platine, dem/den ALFA-Chips und einem entsprechenden Schaltungsvorschlag. Daraus können eigene Module entstehen oder es kann aus verschiedenen Bare-Kits auch ein Standalone-Synthesizer gebaut werden.

Über komplette DIY-Kits inklusive Frontplatte wird noch intensiv nachgedacht. Das Problem dabei ist einfach der Aufwand der Verpackung (Auspacken, Abzählen und in Portionsbeutel packen) der ganzen Bauteile, der in Summe den Produktionskosten recht nahe kommt und dem Selbstbau keinen signifikanten Kostenvorteil beschert. Andereseits ist für viele Do-it-Yourself ein Spaßfaktor, der dem Kostenaspekt ein eher geringeres Gewicht gibt.

Zu diesem Thema ist daher jeder Input willkommen: mlipp@advanced-analog-systems.com

2. Mai 2019

Der "Enhanced VCO" hat seine Tests bestanden und wird in Kürze verfügbar sein. Es handelt sich um ein Eurorack-Modul mit 14TE und 3HE, das in vorhandene Eurorack-kompatible Systeme und Racks ebenso wie in eigene Konstruktionen eingebaut werden kann. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, sich neben den Standard-Wellenformen (Rechteck, Dreieick und Sägezahn) auch zusammengesetzte, komplexe Wellenformen zu mischen, ohne dabei auf digitale Technologien zurückgreifen zu müssen. Das Modul arbeitet rein analog und hat über 10 Oktaven eine präzise, temperaturkompensierte 1V/Oktave-Kennlinie. Für FM-Effekte ist ein linearer, regelbarer FM-Eingang vorgesehen. Für die Synchronisation sind sowohl Ein- als auch Ausgänge vorgesehen. Dabei wird nicht die im 3340 integrierte Hard- oder Softsynchronisation verwendet, sondern eine etwas aufwändigere Methode, die unter anderem im Prophet 5 oder dem Memorymoog eingesetzt wurde. Natürlich ist per Jumper auch die Bus-CV parallel nutzbar. Sämtliche Versorgungs- und interne Tonhöhespannungen des VCO sind über lokale Spannungsregler von der +/-12V-Versorgung des Bus entkoppelt.

16. April 2019

Die Firma ALFA ruht sich nicht auf den bisherigen Produkten aus, sondern hat etliche neue Chips im Programm die in Kürze hier erhältlich sein werden. Hier die wichtigsten Modelle:

AS3372E

Der AS3372E (E für enhanced) ist der Nachfolger des CEM3372. Er hat die gleichen Funktionen, jedoch ein SOIC-24-Gehäuse mit mehr Pins und entsprechend mehr Funktionen. So sind zwei weitere VCAs integriert und der Ausgang des Eingangsmixers ist nach außen geführt. Für den Chip werden in Kürze Adapterplatinen (SOIC auf DIL) verfügbar sein. Der Chip wird in unserem Eurorack Signal-Prozessor-Modul eingesetzt.

AS3394E

Auch der CEM3394 hat ein Lifting erfahren. In dem SOIC-24-Gehäuse des AS3394E finden sich neben dem Original-Design ein Sub-Oszillator, ein Sync-Output (Sägezahn mit festem Ausgangsstrom) und eine flexiblere Möglichkeit der Signalmischung. Für den Chip werden in Kürze Adapterplatinen (SOIC auf DIL) verfügbar sein.

AS3280AD

Ein Clone des bei Sequential Circuits gerne verwendeten CA3280 im SOIC-16-Gehäuse.

AS3046D

Der gute alte, nicht mehr produzierte CA3046 ist wieder da. Im SOIC-14-Gehäuse.


Für die DIY-Gemeinde sind die Gehäuse (SOIC mit 1,27mm Abstand zwischen den PINs) sicher nicht das Optimum, aber gerade noch mit der Hand lötbar. Die Hauptkunden von ALFA sind nunmal Hersteller, die inzwischen auch bei kleineren Serien automatisch bestücken und maschinell mit Reflow-Verfahren löten.

Wir lagern bislang keine SMD-Chips. Bei Bedarf bitte Verfügbarkeit und Lieferzeiten auf info@advanced-analog-systems.com anfragen.