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Hinweis: Hier werden Fragen zu den Produkten und ihrer Anwendung beantwortet. Zum Schutz Ihrer Privatspäre zeigen wir weder jetzt noch zukünftig Namen, EMail-Adressen oder den ganzen oder teilweisen originalen Fragetext an. Die Fragtexte sind von uns umformuliert und geben also nur den Inhalt einer oder mehrerer Fragen zum gleichen Thema wieder.

Richten Sie Ihre Fragen bitte an folgende Mail-Adresse: mlipp@advanced-analog-systems.com

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Q: Welche Microcontroller werden zur Steuerung der microVoice empfohlen?

A: Wir empfehlen keine bestimmten Systeme. Unsere Endkontrolle erfolgt über einen Raspberry Pi (Modell 2 B) mit entsprechender Software, die alle Funktionsblöcke testet. Für eine zukünfige Entwicklung haben wir auch schon eine Texas Instruments MSP430-MCU erfolgreich getestet. Das soll jedoch keine Empfehlung für exakt diese Systeme sein. Bei der Auswahl sollte man folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Die Parameter sollten mit einer möglichst konstanten Rate von 5ms übertragen werden. Dazu verwendet man üblicherweise Interrupts (C, Assembler) bzw. entsprechende Zeit-Funktionen der Entwicklungsumgebung einer Hochsprache.
  • Wie im Datenblatt beschrieben, werden eine freie SPI-Schnittstelle sowie vier freie, digitale I/O-Pins benötigt.
  • Die microVoice beherrscht sowohl 16-Bit- als auch sequentielle 8-Bit-SPI-Transfers. Bei letzteren muss das CE-Signal zwischen den beiden Byte auf Low-Pegel bleiben.
  • Die digitalen Eingangsschnittstellen der microVoice arbeiten mit 3,3V-Logik und sind 5V-tolerant.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Die VCA-Hüllkurve sollte linear sein, da der VCA bereits eine exponentielle Charateristik aufweist. Bei der VCF-Hüllkurve kann man je nach Geschmack beide Varianten verwenden, ggf. umschaltbar.

Q: Auf dem Bild des microVoice-Moduls sind keine Trimmer zu erkennen, wie wird das Modul abgeglichen?

A: Die microVoice ist Modul, dass zusamen mit einem geeigneten Microcontroller betrieben werden muss und von diesem gesteuert wird. Dinge wie Abgleich, Hüllkurven und Modulation sind in einem solchen System reine Softwarefunktionen, die entsprechende Steuerspannungen als Ausgangsgröße liefern. Für den Abgleich findet man auf der Stiftleiste das Signal des Suboszillators, das unabhängig von allen anderen Einstellungen immer zur Verfügung steht. Der Abgleich erfolgt üblicherweise durch einen Algorithmus, der im mittleren Frequenzbereich die Steuerspannung so lange in die richtige Richtung verändert, bis die gewünschte V/Oktave-Charakteristik erreicht ist. Ein weiterer Algorithmus korrigiert auf die gleiche Art mögliche Abweichungen bei ganz hohen oder ganz niedrigen Frequenzen. Die Abweichungen von der theoretischen Idealkennlinie werden anschließend nicht-flüchtig gespeichert (EEPROM, Flash, usw.) und im laufenden Betrieb als Korrekturgröße verwendet. Die halbe VCO-Frequenz steht als Messgröße am Pin 11 zur Verfügung. Diese Frequenz kann entweder gezählt werden (langwierig) oder als Trigger für einen Timer mit einer hohen Taktfrequenz verwendet werden. Der VCA sollte während der Abgleich-Prozedur stumm geschaltet werden.

Tipp: In dem technischen Handbuch des Sequential Circuits Prophet 600 (einfach im Web suchen) findet man eine gute Beschreibung eines Hybrid-Synthesizers (Analoge Stimmen mit Computersteuerung). Nur zur Info (und zum Ansporn): Dieser Synthesizer erzeugt 12 Hüllkurven, LFO, Glide, Tastaturabfrage, Abfrage der Drehregler und Schalter, usw. mit einer 4-Mhz Z80A CPU!

Q: Garantieren Sie, dass die Chips ohne Probleme an Stelle alter Curtis-Chips eingesetzt werden können?

A: Nein, das können wir alleine aus rechtlichen Gründen nicht. Bitte vergleichen Sie die Datenblätter unseres Herstellers (zu finden auf den jeweiligen Produktseiten) mit den Datenblättern der alten Original Chips. Diese sind im Internet zu finden.

Update: Bei den meisten analogen Synthesizern sind mehrere Trimmpotentiometer bei den VCO-, VCF- und teilweise sogar bei den ADSR-Chips zu finden. Diese haben die Hersteller bereits eingebaut um die unvermeidbaren Fertigungstoleranzen der Curtis (und sonstigen) Chips auszugleichen. So befinden sich zum Beispiel im Memorymoog pro 3340 VCO drei Trimmer auf der Voice-Platine. Je nach verbauten Chip-Chargen kann es nach dem Austausch durch die ALFA Chips notwendig werden, einen entsprechenden Abgleich - am besten nach den Angaben im Servicemanual - durchzuführen.

Q: Gibt es auch andere Rabattstaffeln für größere Mengen, z.B 20 oder 50 Stück?

A: Derzeit nicht im Online-Shop. Größere Mengen, auch gemischt, können aber jederzeit über EMail (info@advanced-analog-systems.com) angefragt werden.

Q: Gibt es die Chips auch in anderen Bauformen, z.B.als SMD-Chips?

A: Ja, die gibt es. Auf unserer Plattform, die sich primär an Besitzer alter Synthesizer, die DIY-Gemeinde oder kleine Unternehmen richtet, machen im Augenblick jedoch ausschließlich DIP-Gehäuse Sinn. Wer andere Bauformen, z.B. SOIC, benötigt, kann dies gerne über EMail (mlipp@advanced-analog-systems.com) bei uns erfragen. Welche Bauformen erhältlich sind, können Sie den Datenblättern auf den Produktseiten entnehmen.

Q: Warum bieten Sie keine Spezialsets zum Generalüberholen von alten Perlen wie einem Prophet 5, einem Oberheim oder Memorymoog an?

A: Das ist eine gute Frage. Diese Anregung werden wir gerne weiter verfolgen und entsprechende Angebote für bestimmte Synthesizer vorbereiten.

Update: Wir haben nun für einige bekannte Synthesizer komplette ALFA-Chipsets im Programm, mit denen die in den jeweiligen Geräten verbauten Curtis-Chips ersetzt werden können. Sie finden diese unter "Chip-Sets". Bei Bedarf werden neue Sets hinzugefügt. Natürlich können nur die zur aktuellen ALFA Produktpalette korrespondierenden Curtis-ICs ausgetauscht werden.

Q: Kommen noch mehr Module als das geplante DIY-Synthesizer-Modul (FASM)?

A: Im Augeblick gibt es nur das FASM, das wir als Prototyp gerade testen. In Planung sind allerdings noch MIDI-Module und ein rein spannungsgesteuertes Synthesizermodul um das DIY-Portfolio abzurunden.

Update: Anstelle des FASM vertreiben wir seit November das VCSV-Modul (Voltage Controlled Synthesizer Voice), das vergleichbare Funktionen bietet, jedoch vollständig spannungsgesteuert ist.

Zudem sind noch zwei MIDI-Interfaces im Test, ein Basic-Interface und ein Modul mit zusätzlich zwei VCAs, einem analogen Rauschgenerator, einem LFO und einem Arpeggiator.

Q: Warum verkaufen Sie keine weiteren Bauteile zum Selbstbau von Synthesizern?

A: Das ist nicht unser Geschäftsziel. Dafür gibt es etliche große und preiswerte Elektronikversandhändler. Wir müssten die Bauteile im Vergleich zu diesen relativ teuer anbieten.

Q: Planen Sie DIY-Bausätze oder verkaufen Sie entsprechende Leerplatinen?

A: Wir werden selbst keine Bausätze anbieten, damit haben Kollegen bereits zu schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings können wir bei Bedarf gerne andere, auf Bausätze spezialisierte Unternehmen, Fachzeitschriften, Usergruppen usw. dabei unterstützen. Leerplatinen vertreiben wir keine. Falls dies öfter angefragt werden sollte, kann dieser Punkt jedoch nochmal überdacht werden.

Update: Wir bieten seit November 2018 die Leerplatine des VCSV-Moduls zusamen mit den dazu passenden ALFA-Chips als Teilbausatz an. Jedoch können wir für entsprechende Selbstbauprojekte keinen technischen Support gewähren.